Werbungskosten in der Steuererkl√§rung absetzen ūüĒć So geht es!

Geben Sie mehr als¬†1.000 Euro f√ľr Ihren Job aus,¬†k√∂nnen Sie diese Ausgaben als Werbungskosten absetzen und Steuern sparen.

Das Wichtigste:

  • Eine Werbungskostenpauschale von 1.000 ‚ā¨¬† wird automatisch bei der Lohnabrechnung ber√ľcksichtigt.
  • Beleg: Die¬†Werbungskosten k√∂nnen Sie nur mit einem Beleg geltend machen.
  • Nur eigene Kosten gelten: Sie d√ľrfen nur Ausgaben absetzen, die Sie selbst getragen haben.
  • Als Werbungskosten gelten z.B.¬†Arbeitsfahrten, -mittel, doppelte Haushaltf√ľhrung, Fortbildung, Heimb√ľro.

Tipp: Das sollten Sie tun

  1. Lohnsteuerfreibetrag: Beantragen Sie f√ľr ihre Werbungskosten eine Lohnsteuererm√§√üigung, um monatlich mehr Nettogehlt zu bekommen.
  2. Gegenstände mit mehrjähriger Nutzung verteilen Sie auf die Nutzungsdauer.
  3. Wenn Sie keine oder geringe Einnahmen, aber hohe Werbungskosten durch Fortbildung, Studium oder Bewerbung haben, können Sie die Ausgaben in die nächsten Jahre vortragen lassen.
  4. Nur im Jahr der Zahlung: Die Kosten d√ľrfen Sie nur im gleichen Jahr absetzten.

 

Was sind Werbungskosten?

Werbungskosten BelegAls Arbeitnehmer zahlen Sie Steuern f√ľr Ihr Lohn/Gehalt abz√ľglich¬†der Ausgaben, die Sie f√ľr Ihren Job t√§tigen m√ľssen, den sogenannten Werbungskosten (¬ß¬ß 9, 9a EStG).

Geben Sie mehr als¬†1.000 Euro f√ľr Ihren Job aus,¬†k√∂nnen Sie diese Ausgaben oberhalb der Werbungskostenpauschale in der Steuererkl√§rung absetzen.¬†Die wichtigsten Abzugsposten sind die Kosten f√ľr¬†Fahrten zur Arbeit,¬†Arbeitsmittel, Arbeitskleidung, Bewerbungen, doppelte Haushaltf√ľhrung, Weiterbildung,¬†h√§usliches Arbeitszimmer oder beruflich veranlasste¬†Umzugskosten.

Diese Ausgaben m√ľssen Sie belegen! Sie kommen Sie schnell √ľber die 1.000 Euro Grenze, wenn Ihre Arbeitsst√§tte weiter als 15 Kilometer von der Wohnung entfernt liegt, mit einem berufsbedingten Umzug oder einer Zweitwohnung am Arbeitsplatz. Die Abgabe der Steuererkl√§rung lohnt sich in 90 Prozent der F√§lle ‚Äď Die Arbeitnehmer bekommen im Schnitt rund 900 Euro zur√ľckerstattet.

 

Wer kann Werbungskosten geltend machen?

  • Wenn Sie als Arbeitnehmer „Eink√ľnfte als nicht selbst√§ndiger Arbeit“ erzielen und
  • Ihre berufsbedingte Ausgaben h√∂her¬†1.000 Euro sind,¬†k√∂nnen Sie in der Steuererkl√§rung Werbungskosten absetzen.
  • Nur eigene Ausgaben¬†d√ľrfen Sie absetzen. Beteiligt sich zum Beispiel der Arbeitgeber an Ihren Umzugskosten, wird der Zuschuss von den Gesamtkosten abgezogen.
  • Nur im Jahr der Zahlung k√∂nnen Sie ihre Jobkosten absetzen. Das Rechnungsdatum ist nicht entscheidend.

Werbungskostenpauschale – was ist das?

Die Werbungskostenpauschale (Arbeitnehmer Pauschbetrag) von 1.000 Euro steht Ihnen im vollen Umfang und ohne Belege zu, wenn Sie nur an einem Tag gearbeitet haben. Der Pauschbetrag ist bereits im monatlichen Lohnsteuertarif eingearbeitet und wird automatisch in der Lohnabrechnung ber√ľcksichtigt. Sie brauchen also die Werbungskostenpauschale zu beantragen.

So setzen Sie Ihre Werbungskosten ab

  • Lohnsteuererm√§√üigung: Sie¬†k√∂nnen Sie einen Lohnsteuerfreibetrag beantragen -> , wenn Sie schon im Voraus wissen, dass Ihre Jobkosten den Werbungskostenpauschbetrag von 1.000 Euro im Jahr √ľbersteigen werden. Sie bekommen dadurch mehr Nettogehalt ausgezahlt. Allerdings m√ľssen Sie am Jahresende eine Einkommensteuererkl√§rung abgeben.
  • Steuererkl√§rung:¬†Sie k√∂nnen sich Ihr Geld am Jahresende zur√ľckholen, wenn Sie Ihre Werbungskosten in der Einkommenssteuererkl√§rung in der Anlage N der Steuererkl√§rung eintragen.¬†Wenn die Anlage nicht ausreicht, k√∂nnen Sie Ihre Jobkosten auf einem Extrablatt formlos zusammenfassen.
  • Arbeiten Sie selbst√§ndig, k√∂nnen Sie Ihre Ausgaben als Betriebsausgaben absetzen.

Tipp:¬†Steuerrechner –¬†berechnen Sie Ihre Steuerersparnis und die Einkommensteuer mit dem Einkommensteuerrechner ->

 

Wo sollen Werbungskosten in der Steuererklärung eingetragen werden?

F√ľllen Sie dazu im Mantelbogen die Zeilen 92-93 aus. Sie k√∂nnen selbst entscheiden, ob der gesamte Verlust oder nur ein Teil davon in die Folgejahre vorgetragen werden soll (Feld ‚ÄěAntrag auf Beschr√§nkung des Verlustr√ľcktrags nach.‚Äú).

Belege sammeln lohnt sich: Wie können Sie Werbungskosten nachweisen?

Werbungskosten, die √ľber 1.000 Euro hinausgehen, k√∂nnen Sie nur mit einem Beleg oder durch Glaubhaftmachung geltend machen. Am besten geeignet sind Quittungen und Rechnungen oder andere Belege.¬†Wenn Ihre Ausgaben zum Teil auch einen privaten Anlass haben (z.B. Ihr PC wird beruflich und privat genutzt), k√∂nnen Sie einen anteiligen Abzug beantragen. Wichtig ist die Glaubhaftmachung, dass der berufliche Anteil der Nutzung nicht von untergeordneter Bedeutung ist (BFH, 21.9.2009, GrS 1/06).

Darauf sollten sie achten:

Tipp: Kopieren Sie ihre Belege

Auf Thermopapier gedruckte Rechnungen verblassen oft und werden unlesbar. Kopieren oder scannen Sie ihre Belege rechtzeitig und heben die Originale auf.

 

  • Bezeichnung: Achten sie auf verst√§ndliche und nicht zu allgemeine Bezeichnung des Artikels auf der Quittung und ein gut lesbares Datum.
  • Der Zahlungsempf√§nger muss nicht auf dem Beleg stehen, sie haben allerding gegen√ľber dem Finanzamt eine Auskunftspflicht und m√ľssen ihn auf Anfrage benennen, sonst bekommen Sie ihre Ausgaben nicht anerkannt (( 160 AO).
  • Zusatzblatt: Sie k√∂nnen selbst ihre Kassenbelege auf einem zus√§tzlichen Blatt mit einer genauen Artikelbeschreibung und evtl. Kopie z.B. des Buchcovers erg√§nzen.
  • Belegordner: Sammeln Sie ihre Belege schon w√§hren des Jahres und heben sie in einem Ordner ab.
  • Nicht schummeln: Geben Sie nur eigene Belege ab und h√ľten sie sich vor Manipulationen – die Geldstrafe kann bis zu 5.000,00 ‚ā¨, in manchen F√§llen sogar bis zu 50.000,00 ‚ā¨ betragen. Im schlimmsten Fall droht ihnen eine Steuerhinterziehung, die mit Geld- oder Freiheitsstrafe bis zu f√ľnf Jahren bestraft wird (¬ß¬ß¬†370, 378, 379 AO).

Wichtig: Aufbewahrung der Belege

√úbersteigen Ihre positive Eink√ľnfte 500.000 Euro im Jahr, m√ľssen Sie die Belege √ľber Einnahmen und Werbungskosten sechs Jahre aufbewahren (¬ß147aA).

 

Lassen Sie Ihre Werbungskosten auf Folgejahre vortragen?

Rechnen Sie Ihre Ausgaben f√ľr Weiterbildung oder Bewerbung auch dann ab, wenn Sie keine oder geringe Einnahmen haben.¬† Ihre Verluste k√∂nnen Sie auf Folgejahre als vorweggenommene Werbungskosten vortragen lassen, wenn Sie keinen Arbeitslohn, daf√ľr aber hohe Ausgaben durch Studium, Fortbildung oder Bewerbung haben.

Steuerliche Verluste des aktuellen Jahres der Steuererkl√§rung verrechnet das Finanzamt mit den positiven Eink√ľnften des Vorjahres. Wenn Sie aber mit hohen Einnahmen im Folgejahr rechnen und m√∂chten Ihre Verluste lieber in der Zukunft absetzen, k√∂nnen sie den „Antrag auf Beschr√§nkung des Verlustr√ľcktrags nach…“ definieren. Falls Sie eine „0“ eintragen, wird der gesamte Verlust in die k√ľnftigen Jahre vorgetragen.

Formular: Im Mantelbogen der Steuererklärung, Zeile 92, können Sie den Verlustvortrag vom Vorjahr ankreuzen.

Tipp: Bei Verlusten Steuerklärung abgeben!

Verdienen Sie gerade gering oder gar nicht und haben hohe Werbungskosten, wie Bewerbungs- oder Fortbildungskosten, lohnt es sich die Steuererkl√§rung trotzdem abzugeben, den die Verluste k√∂nnen die Steuerlast in anderen Jahren dr√ľcken.

 

Wieso werden Werbungskosten beim Elterngeld abgezogen?

Wenn Sie Werbungskosten angesetzt haben, die √ľber der Werbungskostenpauschale liegen, k√∂nnen Sie den Arbeitnehmer-Pauschbetrag nicht f√ľr das Elterngeld beanspruchen. Es liegt an einem sogenannten Progressionsvorbehalt bei nicht regelm√§√üigen Eink√ľnften, wie Abfindungen oder Elterngeld. Das zus√§tzliche Einkommen soll zwar zu einer h√∂heren Steuerlast f√ľhren, nicht aber im selben Umfang, wie es im Tarif vorgesehen ist.

Die Berechnung der Steuerlast erfolgt dann in zwei Schritten:

  • Die regelm√§√üigen Eink√ľnfte werden mit den Eink√ľnften mit¬†Progressionsvorbehalt (Elterngeld, Abfindugen, etc) zusammenaddiert und die Steuerschuld und der durchschnittliche Steuersatz ¬†wird ermittelt.
  • Der berechnete durchschnittlicher Steuersatz wird dann nur auf die regelm√§√üigen Eink√ľnfte angewendet und die endg√ľltige Steuerschuld berechnet.

Checkliste: Werbungskosten ‚Äď Was kann man absetzen?

  • Arbeitskleidung: Ausgaben f√ľr typische Berufskleidung, wie √Ąrzte- oder Laborkittel, Arbeitsanz√ľge und Schutzkleidung von Monteuren, Uniform, B√ľhnenkleidung. Business Kleidung ist nicht abziehbar, da es zur b√ľrgerlichen Kleidung geh√∂rt. Reinigungskosten f√ľr je ein Kilogramm Heimw√§sche: 0,50 Euro Kochw√§sche, 0,48 Euro Buntw√§sche, 0,60 Euro Feinw√§sche, 0,34 Euro Trocknungskosten.
  • Arbeitsmittel: Beruflich notwendige Ausgaben, die maximal zu 10 Prozent privat genutzt werden, wie Fachb√ľcher, Fachzeitschriften, Aktentaschen, PC, Schreibtisch, B√ľroeinrichtung. Ohne Belege k√∂nnen Sie i.d.R. Arbeitsmittel f√ľr 110 Euro absetzen. Ab 410 Euro Nettoanschaffungskosten ist eine Verteilung auf die Nutzungsdauer ein Muss.
  • Bahncard: Sie k√∂nnen die vollen Kosten f√ľr Ihre beruflich genutzte Bahncard
  • Berufshaftpflicht-, Rechtsschutz-, Unfallversicherung: Versicherungen, die berufliche Risiken abdecken (Auch anteilig).
  • Berufsausbildung, Studium: F√ľr das Zweitstudium, eine weitere Berufsausbildung oder das Erststudium nach einer bereits abgeschlossenen nichtakademischen Berufsausbildung k√∂nnen Sie Werbungskosten in unbegrenzte H√∂he absetzen. Absetzbar sind: Fachliteratur, Pr√ľfungsgeb√ľhren, Schulmaterial, f√ľr 3 Monate Fahrtkosten und Verpflegungsmehrfachaufwendungen, falls die Schule vor√ľbergehend au√üerhalb des Orts der Arbeitsst√§tte liegt.

Tipp: F√ľr (Ex-)Studenten

Wenn Sie als (Ex-) Student in den letzten Jahren nichts oder wenig verdient haben und keine Steuererkl√§rung abgegeben haben, k√∂nnen Sie Ihre Ausgaben f√ľr die Ausbildung f√ľr die letzten sieben Jahre geltend machen und vortragen lassen. BFH 13. 1. 2015 (Az. IX R 22/14). Die Kosten f√ľr die Erstausbildung oder das Erststudium sind als Sonderausgaben bis zu 6.000 Euro im Jahr absetzbar. Da der BFH die Zulassung als Werbungskosten pr√ľft, sollten Sie es trotzdem als Werbungskosten ansetzen.

 

  • Berufsverb√§nde: Beitr√§ge zu Berufsverb√§nden, √Ąrzte-, Anwaltskammer oder Gewerkschaften. Ohne Belege werden i.d.R. bis zu 150 Euro f√ľr Beitr√§ge an Berufsverb√§nde vom Finanzamt akzeptiert.
  • Bewerbungen: F√ľr Bewerbungen (auch erfolglose), Fachb√ľcher, Bewerbungskurse, Stellengesuche, Porto, Bewerbungsmappen k√∂nnen Sie Kosten nach Beleg oder gesch√§tzte Kosten ‚Äď pro Bewerbung mit Mappe 8,50 Euro / ohne Mappe 2,50 Euro absetzen, plus Fahrt- und Reisekosten zu Vorstellungsgespr√§chen. Tipp: Sammeln Sie die Kopien der Anschreiben und Antworten der Firmen! So k√∂nnen Sie die Anzahl der Bewerbungen nachweisen.
  • Bewirtungskosten: Sie k√∂nnen Ihre belegten Ausgaben f√ľr pers√∂nliche Feier aus beruflichen Anl√§ssen, wie Amtseinf√ľhrung, Dienstjubil√§um, Bef√∂rderung, Ein- oder Ausstand, Professur, Ehrendoktor absetzen. Tipp: Den beruflichen Anlass k√∂nnen Sie gut begr√ľnden, wenn Ihre Feier, in den B√ľror√§umen des Chefs stattfindet und er auch die G√§ste bestimmt.
  • Diebstahl auf Dienstreisen: Ihr gestohlener Reisegep√§ck nach Zeitwert ‚Äď PC, Kleidung, Koffer (kein Bargeld).
  • Doppelte Haushaltsf√ľhrung: Wenn Sie eine bis zu 60m¬≤ gro√üe Zweitwohnung am Besch√§ftigungsort beziehen, k√∂nnen Sie folgende Kosten absetzen: Kosten f√ľr die Wohnung am Arbeitsort, 0,30 Euro pro Entfernungskilometer f√ľr eine Familienheimfahrt pro Woche, Verpflegungspauschale f√ľr die ersten drei Monate: F√ľr jeden Tag am Arbeitsort – 24 EUR/Tag, Tage der Heim- und R√ľckfahrten – 12 EUR/Tag, die erste Fahrt zur Arbeitsst√§tte und letzte Fahrt nach Hause in H√∂he von 0,30 EUR f√ľr einen gefahrenen Kilometer, Garage Kosten.
  • Fahrtkosten zur Arbeit (Entfernungspauschale): F√ľr die Fahrten von der Wohnung zu der ersten Arbeitsst√§tte k√∂nnen Sie die Entfernungspauschale, also 0,30 pro Entfernungskilometer bis zu 4.500 Euro im Jahr ansetzen. Bei einer 5-Tages-Woche k√∂nnen Sie mit 230 Arbeitstagen, bei 6-Tages-Woch mit 285 Arbeitstagen kalkulieren.

Tipp: Tatsächliche Kosten absetzen

Wenn die Nutzung der √∂ffentlichen Verkehrsmittel teurer war, k√∂nnen Sie die tats√§chlichen Kosten geltend machen. F√ľr Fl√ľge k√∂nnen Sie grunds√§tzlich die tats√§chlichen Kosten abrechnen.

 

  • Fortbildung und Weiterbildung: Kosten f√ľr Lehrg√§nge, Tagungen und Seminare sind voll absetzbar. Tipp: Als Arbeitsloser k√∂nnen Sie die Reisekosten f√ľr Ihre berufliche Fortbildung absetzen und in die Folgejahre vortragen lassen.
  • F√ľhrerschein: Kosten f√ľr Lkw- und Busf√ľhrerschein (nicht Pkw)
  • H√§usliches Arbeitszimmer (Home Office): F√ľr Ihr h√§usliches Arbeitszimmer k√∂nnen Sie bis zu 1250 Euro im Jahr absetzen, wenn Sie f√ľr Ihre Arbeit oder Fortbildung keinen anderen Arbeitsplatz haben. Bildet das Heimb√ľro den Mittelpunkt Ihrer beruflichen T√§tigkeit oder befindet sich das B√ľro au√üerhalb der Wohnung, k√∂nnen Sie die Kosten unbegrenzt absetzen.
  • Kfz Unfall: Reparaturkosten oder der nachgewiesener Wertverlust des Pkw f√ľr Unf√§lle auf dem Arbeitsweg, dem Weg zur Zweitwohnung oder beim beruflich veranlassten Umzug.
  • Kontof√ľhrungsgeb√ľhren: F√ľr das Girokonto auf das Ihr Gehalt √ľberwiesen wird, k√∂nnen Sie pauschal 16 Euro im Jahr oder monatliche Kosten f√ľr eine je √úberweisung und Abhebung absetzen.
  • Kreditkarte: Beruflich veranlasste Nutzungsanteil der Kreditkartenkosten.
  • Kundengeschenke: Bis zu 35 Euro im Jahr pro Kunde, falls Sie ein erfolgsabh√§ngiges Gehalt beziehen.
  • Reisekosten bei Ausw√§rtst√§tigkeit, sofern der Chef sie nicht erstattet hat. Wenn Sie eine Reisekostenaufstellung einreichen, akzeptiert i.d.R. das Finanzamt Reisekosten von bis zu 256 Euro j√§hrlich ohne Belege.
  • Reisepass: Wenn Sie f√ľr Ihre Dienstreisen einen Reisepass ben√∂tigen, K√∂nnen Sie die Kosten f√ľr den Ausweis und Passbild sind als Werbungskosten absetzen. (FG Saarland, Az. 1 K 1441/12)
  • Steuerberatungskosten: Sie k√∂nnen anteilige berufliche Ausgaben, die mit dem Ausf√ľllen der Anlage N der Steuererkl√§rung verbunden sind (z.B. Steuersoftware, Lohnsteuerhilfeverein, Steuerfachliteratur) und auf volle 100 Euro aufgerundet sind, als Werbungskosten absetzen. Alternativ lohnt es sich ab ca. 200 Euro Steuerberatungshonorar 50 Prozent der Kosten abzusetzen.
  • Telefon: Der Fiskus akzeptiert bis zu 20 Prozent der Kosten f√ľr Ihr Festanschluss oder Mobiltelefon als beruflich veranlasste Ausgaben. Tipp: Als Dauerpendler d√ľrfen Sie auch private Telefonate mit der Familie ansetzen, wenn Sie mindestens eine Woche unterwegs sind. Mit einer Aufz√§hlung der ben√∂tigten Dauer, Datum, Uhrzeit k√∂nnen Sie mehr durchsetzen, als wenn die Kosten vom Finanzamt gesch√§tzt werden.
  • Umzugskosten: Bei einem beruflich veranlassten Umzug k√∂nnen Sie ab August 2015 pauschal 730 Euro / Ehepartner 1.460 Euro absetzen. F√ľr Kinder oder sonstige mitziehende Personen k√∂nnen Sie 322 Euro ansetzen. Tipp: Als beruflich bedingt gilt: Eine Versetzung, Neuanstellung oder Wechsel des Arbeitgebers, Bezug einer Zweitwohnung oder wenn sich Ihre t√§glicher Hin- und R√ľckfahrt zum Arbeitsort um mindestens eine Stunde verk√ľrzt.