Krankenversicherung Beitrag 2017 | Beitragssatz, Beiträge berechnen

Wie hoch ist der Krankenversicherung Beitrag 2017: Lesen Sie wer zahlt welchen Beitragssatz, wie Sie den Krankenversicherungsbeitrag berechnen und Tipps, wie Sie ihre Beiträge absetzen können.

Das Wichtigste: 

  • Arbeitnehmer und Arbeitgeber teilen sich den Beitrag und zahlen davon jeweils 7,3%.
  • Einen Zusatzbeitrag trägt der Arbeitnehmer alleine – Höhe je nach Krankenkasse.
  • Minijob: Der Arbeitgeber zahlt im Privathaushalt 5 %, im gewerblichen Bereich 13%.
  • Der allgemeine Satz gilt für alle gesetzlich krankenversicherte Arbeitnehmer.
  • Der ermäßigte Satz gilt für Arbeitnehmer, die keinen Anspruch auf Krankengeld haben.
  • Studenten: In 2017 beträgt der studentische Beitragssatz 10,22% plus individueller Zusatzbeitrag

Tipp: Das sollten Sie tun:

  1. Wechseln Sie bei einer Tariferhöhung die Kasse! Prüfen Sie die Beiträge ihrer Kasse und wechseln Sie, wenn der Tarif erhöht worden ist. Da die aktuellen Beitragssätze (allgemeiner Beitragssatz und ein kassenindividueller Zusatzbeitrag) in 2017 um 1,5% auseinander klaffen, lohnt es sich über einen Kassenwechsel nachzudenken. Sie können dabei bis zu 783 Euro im Jahr sparen, ohne dabei schlechter versorgt werden zu müssen.
  2. Setzen Sie Ihre Krankenkassenbeiträge von der Steuer ab! Für ihre Basiskrankenversicherung können Arbeitnehmer bis zu 1.900 Euro, Selbständige sogar bis zu 2.800 Euro absetzen.

 

Was ist ein Krankenversicherungsbeitrag?

Krankenversicherung Beitrag, Krankenversicherungsbeitrag, berechnenDer Krankenversicherung Beitrag bleibt in 2017 bei 14,6 Prozent. Den Beitrag tragen der Arbeitnehmer und Arbeitgeber jeweils zur Hälfte. Somit beträgt der Arbeitgeber- und Arbeitnehmeranteil 7,3%.

Hinzu kommt ein kassenindividueller Zusatzbeitrag, der alleine vom Arbeitnehmer getragen wird. In 2017 beträgt der durchschnittliche Zusatzbeitrag weiterhin 1,1%. Die Krankenkassenbeiträge werden vom Bruttogehalt, bis zur Beitragsbemessungsgrenze gerechnet.

 

 

Wie hoch ist der Krankenversicherung Beitrag 2017?

Krankenversicherungsbeitrag für Arbeitnehmer

  • Beitragssatz  allgemein: 7,3 %
  • Beitragssatz ermäßigt: 7,0 %
  • plus Zusatzbeitrag

Krankenversicherungsbeitrag für Arbeitgeber

  • Beitragssatz  allgemein: 7,3 %
  • Beitragssatz ermäßigt: 7,0 %

Wer zahlt den allgemeinen Krankenversicherungsbeitrag?

Der allgemeine Beitragssatz gilt für alle gesetzlich krankenversicherte Arbeitnehmer – pflichtversicherte und freiwillig Versicherte. Im Unterschied zum ermäßigten Beitragssatz ermöglicht der allgemeine Beitragssatz die Auszahlung vom Krankengeld. Die Arbeitnehmer bekommen in den ersten sechs Wochen der Krankheit eine Lohnfortzahlung vom Arbeitgeber. Ab dem 43. Krankheitstag wird dann das Krankengeld von der Krankenkasse ausgezahlt.

Wer zahlt den ermäßigten Krankenversicherungsbeitrag?

Der ermäßigte Beitragssatz gilt für Personen, die keinen Anspruch auf Krankengeld haben. Es sind zum Beispiel:

  • beschäftigte Altersrentner
  • Arbeitnehmer die befristet weniger als 10 Wochen beschäftigt sind
  • Vorruhestandsgeldbezieher.

Wer legt Krankenversicherung fest?

Die Höhe des allgemeinen und ermäßigten Beitragssatzes wird von der Regierung festgelegt. Zusätzlich können Krankenkassen einen Zusatzbeitrag für den eigenen Finanzbedarf erheben.

Welche Krankenversicherung ist die günstigste?

Private Krankenversicherung

Wenn Sie mehr als 57.600 Euro im Jahr verdienen, können Sie sich in einer privaten Krankenversicherung  absichern und von einer besseren medizinischen Versorgung profitieren. Fordern Sie einen für Sie passenden Tarifvergleich an und wählen Sie die günstigste private Krankenversicherung aus!

Was Sie beachten sollten:

Füllen Sie ihre persönlichen Daten vollständig und korrekt aus! Nur wenn Sie ihren richtigen Namen, Adresse, E-Mail, Telefonnumer ausfüllen, bekommen Sie einen, für Sie geeigneten Versicherungsvergleich der privaten Krankenversicherung zugesendet.

 

Gesetzliche Krankenversicherung

Die Beiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung unterscheiden sich in der Höhe des Zusatzbeitrags. In 2017 liegen die Zusatzbeiträge je nach Krankenkasse zwischen 0,3 und 1,8 Prozent. Dabei sind etwa 95 Prozent der Leistungen bei allen Kassen gleich.

Einen Vergleich der gesetzlichen Krankenkassen und einen Ratgeber zum Thema wann und wie Sie eine Krankeversicherung kündigen und wechseln sollten, finden Sie hier: Krankenkasse wechseln wegen Zusatzbeitrag – So gehen Sie vor ->

Wie berechnet man den Krankenversicherung Beitrag?

Die Krankenversicherungsbeiträge werden vom Bruttogehalt, bis maximal zur Beitragsbemessungsgrenze berechnet.

Tipp: Berechnungsformel Krankenversicherung Beitrag

Arbeitnehmer

  • allgemein: 14,6% : 2 + Zusatzbeitrag = 7,30% + Zusatzbeitrag
  • ermäßigt: 14% : 2 + Zusatzbeitrag = 7% + Zusatzbeitrag

Arbeitgeber

  • allgemein: 14,6% : 2 = 7,30%
  • ermäßigt: 14% : 2 = 7%

 

Praxisbeispiel: Krankenversicherungsbeitrag berechnen

Wie berechnen Sie den Arbeitgeber- und Arbeitnehmeranteil der Krankenversicherung im Jahr 2017?

  • Bruttogehalt: Ihre Büroassistentin Frau Müller verdient 2.900 EUR.
  • Der Zusatzbeitrag ihrer Krankenkasse beträgt 1,1%.
  • Die Beitragsbemessungsgrenze der Krankenversicherung liegt in 2017 bei 4.350 €.

Tipp: Sie können die Beiträge auch bequem mit unserem Sozialabgaben Rechner –> berechnen.

Lösung:

  • Arbeitnehmer: 2.900 EUR x (7,3% + 1,1%) = 243,60 EUR
  • Arbeitgeber: 2.900 EUR x 7,3%= 211,70 EUR

Das Brutto Gehalt von 2.900 EUR liegt unterhalb der Beitragsbemessungsgrenze von 4.350 €. Das gesamte Bruttogehalt wird für die Berechnung herangezogen.

Wer zahlt die Krankenversicherung?

In Deutschland müssen alle Personen krankenversichert werden. Arbeitnehmer, deren Verdienst unterhalb der Versicherungspflichtgrenze liegt, müssen sich in der gesetzlichen Krankenversicherung versichern. Besserverdiener, deren Brutto oberhalb der Grenze liegt, können zwischen der freiwilligen gesetzlichen Krankenversicherung und privaten Krankenversicherung (PKV) wählen.

Top Thema: Krankenversicherungspflicht | Pflichtversicherung Krankenkasse ->

 

Krankenversicherung Beitrag für freiwillig Versicherte, Selbständige und Freiberufler

Freiwillig Versicherte können zwischen dem allgemeinen oder dem ermäßigten Beitragssatz wählen. Der Beitragssatz beträgt 14,6% (ermäßigt 14%) des beitragspflichtigen Einkommens plus Zusatzbeitrag.  Der Krankenversicherung Beitrag wird vom tatsächlichen Einkommen berechnet.

Für Selbständige und Freiberufler gelten folgende Mindestbeiträge (Stand 2017):

  • Hauptberuflich Selbständige: 2.231,25 Euro monatlich
  • Nicht hauptberuflich Selbständige: 991,67 Euro monatlich
  • Existenzgründer: 1.487,50 Euro monatlich
  • Regelbemessungsgrenze: 4.350,00 Euro monatlich.

Krankenversicherung Beitrag beim Minijob

Die Arbeitnehmer sind von der Zahlung der Krankenversicherungsbeiträge befreit. Der Arbeitgeber zahlt an gewerblich beschäftigte Minijobber 13% Krankenversicherungsbeitrag. Bei einer Beschäftigung im Privathaushalt liegt der Beitrag bei 5% des Bruttolohns. Die Pauschalbeiträge für die Krankenversicherung sind nur dann fällig, wenn der Beschäftigte gesetzlich versichert ist. Dazu zählt:

  • Versicherung als Student, Rentner, Arbeitsloser
  • Freiwillige Versicherung
  • Familienversicherung.

Die Verdienstgrenze für die Minijobs beträgt seit dem 1.1.2013 450 EUR.

Krankenversicherung Beitrag für Studenten

Für das Jahr 2017 beträgt der studentische Beitragssatz 10,22% plus individueller Zusatzbeitrag. Somit zahlen Studenten, die nicht familienversichert sind, in 2017 monatlich:

  • Krankenversicherung: 66,33 Euro
  • Pflegeversicherung: 16,55 Euro
  • Pflegeversicherung für Kinderlose: 18,17 Euro
  • Zusatzbeitrag: kassenindividuell

Top Thema: Krankenversicherung für Studenten – Studentische Krankenversicherung ->

 

Krankenversicherung Beitrag bei Arbeitslosigkeit, Krankengeld, Mutterschaftsgeld

Arbeitslose und Bezieher von Krankengeld, Schwangerschafts- oder Mutterschaftsgeld bleiben bei gleichen gesetzlichen Krankenkasse versichert, wie vor der Arbeitslosigkeit. Sie erhalten auch gleiche GKV-Leistungen, wie gesetzlich versicherte Arbeitnehmer. Die Zahlung der Beiträge übernimmt die Agentur für Arbeit (ALG I) oder das Jobcenter (ALG II).

Tipp: Geringfügig Jobs werden akzeptiert!

Arbeitslose dürfen geringfügige Jobs mit Einkünften unter 165 Euro monatlich ausüben, ohne auf die Übernahme der Krankenversicherung durch die Arbeitsagentur verzichten zu müssen.

 

Privat versicherte Arbeitslose

  • Arbeitslosengeld I – Empfänger bekommen von der Arbeitsagentur den Betrag erstattet, den sie bei einer gesetzlichen Kasse hätten zahlen müssen. Bis zum 55-ten Lebensjahr können ALG I – Bezieher einen Antrag auf die Rückkehr in die gesetzliche Krankenversicherung stellen.
  • Harz IV – Bezieher erhalten vom Jobcenter die gesamten Beiträge zur privaten Krankenversicherung gezahlt. Ein Wechsel in die gesetzliche Krankenversicherung ist nicht möglich. Auf Antrag kann ein Wechsel zum PKV-Grundtarif erfolgen.

Krankenversicherung Beitrag in der Elternzeit

Pflichtversicherte sind in Ihrer Elternzeit von dem Beitrag zur Krankenversicherung befreit, wenn Sie keine beitragspflichtigen Einkünfte erzielen.

Tipp: Minijob ist erlaubt!

Auch wenn Sie Elterngeld beziehen, können Sie einen Minijob aufnehmen, ohne die Befreiung von der gesetzlichen Krankenversicherung zu gefährden.

 

Freiwillig Versicherte müssen die Beiträge selbst weiterzahlen. Die Höhe der Beiträge hängt von ihrem Familienstand und der Versicherung des Ehepartners ab:

  • Alleinstehende und Ledige:  Aufgrund der gesunkenen Einnahmen wird in den meisten Fällen ein Mindestbeitrag fällig.
  • Ehegatte ist gesetzlich versichert: Der Elternteil, der mit dem Kind zu Hause geblieben ist, kann sich beitragsfrei in der Familienversicherung mit versichern lassen.
  • Ehegatte ist privat versichert: Die Einnahmen des Ehegatten werden für die Berechnung der Beiträge berücksichtigt.

Krankenversicherung Beitrag für Kinder

Kinder von versicherungspflichtigen Arbeitnehmern können  im Rahmen der Familienversicherung beitragsfrei bei einem Elternteil mitversichert werden. Sind beide Elten privat versichert, kann das Kind auch nur privat krankenversichert werden. Wenn ein Elternteil privat und und der andere gesetzlich versichert ist, kann das Kind nur dann in der Familienversicherung versichert werden, wenn:

  • Das Bruttoeinkommen des privat Versicherten unter der Jahresarbeitsentgelt-Grenze liegt – in 2017 also unter 4.800 Euro monatlich
  • Das Einkommen des gesetzlich Versicherten höher ist, als des privat Versicherten Elternteils.

Krankenversicherung Beitrag für Rentner

Beiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung sind auch für Rentner bis maximal zur Beitragsbemessungsgrenze von 4.350 Euro (Stand 2017) fällig. Für pflichtversicherte Rentner gilt der allgemeine Beitragssatz von 14,6 Prozent, von dem die Hälfte der Rentenversicherungsträger übernimmt. Den kassenindividuellen Zusatzbeitrag zahlt der Rentner alleine. Die Bemessungsgrundlage bildet die gesetzliche Rente und andere Versorgungsbezüge, wie z.B. Witwengeld, Betriebsrente oder andere Renten aus der aus Zusatzversorgung.

Krankenversicherungsbeitrag in der Steuererklärung absetzen

In der Anlage Vorsorgeaufwand der Steuererklärung, können Arbeitnehmer für ihre Basiskrankenversicherung  bis zu 1.900 Euro absetzen. Selbständige können bis zu 2.800 Euro geltend machen.

Wie Sie die gesetzliche und private Krankenversicherung absetzen können, und wo sie es in der Steuererklärung eintragen sollten, erfahren Sie hier:

Top Thema: In der Steuererklärung Krankenversicherung absetzen – So gehen Sie vor ->

Weitere Themen: