Pflegeversicherung Beitragssatz | Pflegeversicherung Beitrag 2018

Wie hoch ist der Pflegeversicherung Beitrag 2018? Lesen Sie alle Fakten zum Pflegeversicherung Beitragssatz.

Das Wichtigste: 

  • Für die Betreuung eines Pflegebedürftigen können sie für 10 Tage mit Entgeltfortzahlung freigestellt werden.
  • Pflichtversichert sind alle Arbeitnehmer, die gesetzlich, privat oder freiwillig versichert sind.
  • Pflegeversicherung Beitragssatz beträgt 2,55% vom Brutto, (Arbeitnehmer/Arbeitgeber: 1,275%)
  • Ausnahme in Sachsen: Arbeitnehmer: 1,775%, Arbeitgeber: 0,775%
  • Eine Vollversicherung können Sie nur mit Pflegezusatzversicherung erreichen.
  • Zuschlag für Kinderlose: ab dem 24. Lebensjahr zahlen Kinderlose 0,25% Zuschlag.
 

Tipp: Das sollten Sie tun:

Sichern Sie sich staatliche Zulagen! Wer in eine private Pflegevorsorge investiert und eine Pflege-Tagegeldversicherung abschließt, kassiert monatlich 5 EUR vom Staat. Die privaten Pflegeversicherer sind verpflichtet alle unabhängig von einer Vorerkrankung zu versichern.

Gesetzliche Pflegeversicherung Beitrag, Beiträge

Gesetzliche Pflegeversicherung

Die gesetzliche Pflegeversicherung sichert das Risiko der Pflegebedürftigkeit ab. Im Ernstfall wird nach der „Stufe der Pflegebedürftigkeit“ gezahlt. Die gesetzliche Pflegeversicherung ist aber keine Vollversicherung. Eine vollständige Absicherung können Sie nur auf privater Basis mit einer Pflege-Zusatzversicherung erreichen.

Die Erstattung der Kosten ist abhängig von der Art der Leistung: Ambulante Pflegedienste werden mit Sachleistungen finanziert, Laien die ihre Angehörigen zu Hause pflegen, erhalten Pflegegeld.

 

Pflegezeit

Für die Betreuung eines pflegebedürftigen Angehörigen haben Sie als Arbeitnehmer Anspruch darauf:

  • kurzfristig bis zu 10 Arbeitstage frei zu nehmen (mit Anspruch auf Entgeltfortzahlung oder Pflegegeld).
  • ganz oder teilweise für bis zu 6 Monate von der Arbeit freigestellt zu werden, falls der Betrieb mehr als 25 Arbeitnehmer beschäftigt (ohne Anspruch auf Entgeltfortzahlung).

Versicherungspflicht: Wer ist pflichtversichert?

Grundsatz: „Pflegeversicherung folgt Krankenversicherung“ – Versicherungspflichtig in der gesetzlichen Pflegeversicherung sind die Personen, die auch in der gesetzlichen, sowie privaten Krankenversicherung versicherungspflichtig sind und die Arbeitnehmer, die freiwillig in der gesetzlichen Krankenkasse versichert sind.

Top Thema: Krankenversicherungspflicht | Pflichtversicherung Krankenkasse ->

Pflegeversicherung Beitragssatz

Der Pflegeversicherung Beitrag 2018 für die gesetzliche Pflegeversicherung bleibt in 2018 bei 2,55 Prozent des Bruttoeinkommens. Davon tragen der Arbeitgeber und Arbeitnehmer jeweils die Hälfte. Seit dem 1. Januar 2005 ist für kinderlose Versicherte ab dem 24. Lebensjahr ein Beitragszuschlag von 0,25% für die Pflegeversicherung fällig. Der Arbeitgeber ist an diesem Beitrag nicht beteiligt.Rentner tragen die gesamten Pflegeversicherungsbeiträge alleine.

Die Berechnungsgrundlage bildet das Bruttoarbeitsentgelt bis maximal zur Beitragsbemessungsgrenze von 4.425 € monatlich (Stand 2018). Das Einkommen über der Bemessungsgrenze bleibt beitragsfrei. Freiwillig Versicherte Angestellten tragen den gesamten Beitrag alleine.

Die Erstattung der Kosten der gesetzlichen  Pflegeversicherung  hängt von der  Art der Leistung ab. Bei einer häuslichen Pflege durch Laien wird Pflegegeld ausgezahlt, ein ambulanter Pflegedienst wird dagegen durch Sachleistungen finanziert. Pflegende Angehörige haben während der Pflegezeit einen Anspruch auf Freistellung vom Beruf.

Pflegeversicherung Beitrag 2018

Arbeitnehmer (Außer Sachsen)

  • Pflegeversicherung Beiträge: 2,55%
  • Arbeitnehmeranteil: 1,275%
  • Arbeitgeberanteil: 1,275%

Zuschlag für Kinderlose

  • Arbeitnehmeranteil: 0,25 %

Arbeitnehmer (In Sachsen)

  • Pflegeversicherung Beiträge: 2,55%
  • Arbeitnehmeranteil: 1,775% (Maximalbetrag: 70,97 Euro)
  • Arbeitgeberanteil: 0,775% (Maximalbetrag: 28.60 Euro)

Freiwillig Versicherte

  • Pflegeversicherung Beiträge: 2,55%
  • Arbeitnehmeranteil: 2,55%
  • Arbeitgeberanteil: kein

Rentner

  • Pflegeversicherung Beiträge: 2,55%
  • Rentner: 2,55%

 

Beitragsbemessungsgrenze in der Pflegeversicherung

Das Bruttogehalt nur bis zu der Beitragsbemessungsgrenze für die Krankenversicherung und Pflegeversicherung -> herangezogen.

Beitragsbemessungsgrenze in der Pflegeversicherung und Krankenversicherung (Monat/Jahr)

  • 2017: 4.350 € / 52.200 €
  • 2018: 4.425 € / 53.100,00 €

Private Pflegeversicherung

Wenn sie in eine private Pflegevorsorge investieren und eine Pflege-Tagegeldversicherung abschließen,  kassieren sie monatlich 5 EUR vom Staat. Die privaten Pflegeversicherer sind verpflichtet alle unabhängig von einer Vorerkrankung zu versichern. Fordern Sie einen für Sie passenden Tarifvergleich an und wählen Sie die günstigste private Pflegeversicherung aus!

Was Sie beachten sollten:

Füllen Sie ihre persönlichen Daten vollständig und korrekt aus! Nur wenn Sie ihren richtigen Namen, Adresse, E-Mail, Telefonnumer ausfüllen, bekommen Sie einen, für Sie geeigneten Versicherungsvergleich der privaten Pflegeversicherung zugesendet.

Berechnung Pflegeversicherungsbeitrag

Rechner

Berechnen Sie die Pflegeversicherungsbeiträge mit dem: Sozialabgaben Rechner – Sozialabgaben für Arbeitgeber, Arbeitnehmer ->

Arbeitnehmer (außer Sachsen)

Arbeitnehnehmeranteil:
  • 1,275% x Bruttogehalt – maximal bis zur aktuellen Beitragsbemessungsgrenze
  • plus 0,25 % x Bruttogehalt für Kinderlose ab dem 24. Lj.  – maximal bis zur aktuellen Beitragsbemessungsgrenze
Arbeitgeberanteil:
  • 1,275% x Bruttogehalt  – maximal bis zur aktuellen Beitragsbemessungsgrenze

Praxisbeispiel: Berechnung Pflegeversicherung Beitrag

Ihre Sekretärin Frau Müller erhält 2.900 EUR Brutto, keine Kinder, Alter: 28 Jahre, Bundesland Hessen. Wie berechnen Sie den Arbeitgeber- und Arbeitnehmeranteil der Pflegeversicherung?

Arbeitnehmeranteil:

  • 1,275% x 2.900 EUR = 36,97 EUR
  • 0,25% x 2.900 EUR = 7,25 EUR

Arbeitgeberanteil:

  • 1,275% x 2.900 EUR =    36,97 EUR

Lösung: Da Frau Müller kinderlos und älter als 23 Jahre ist, müssen Sie den Zuschlag für Kinderlose mitberechnen.

 

Zuschlag für Kinderlose

Seit dem 1. Januar 2005 müssen Beschäftigte ab dem 24. Lebensjahr ohne eigene Kinder, Stief- oder Pflegekinder einen Zuschlag von 0,25% bezahlen. Kinderlose zahlen daher 2,6 Prozent ihres Bruttogehalts.

Der Kinderlosenzuschlag ist ebenfalls in der Gleitzone zu berücksichtigen. Der Zuschlag bezieht sich nicht auf ältere Arbeitnehmer, die vor dem 1.1.1940 geboren sind. Erst mit dem Nachweis der Elterneigenschaft muß der Beitrag nicht erhoben werden. Als Nachweis der Elterneigenschaft ist der geänderte Eintrag in der Lohnsteuerkarte ausreichend.

Sachsen: Ausgleich für „Buss- und Bettag“

Der Beitrag zur Pflegeversicherung soll grundsätzlich zur Hälfte von dem Arbeitgeber und Arbeitnehmer getragen werden. Zum 1.Juli 1996 wurde zum Ausgleich der Arbeitgeberbelastungen vereinbart, daß ein gesetzlicher Feiertag abgeschafft wird. Bis auf Sachsen haben sich alle Länder auf die Abschaffung von „Buß- und Bettag“ als bezahlter Feiertag geeinigt. In Sachsen müssen nun die Arbeitnehmer die Kosten für den fehlenden Feiertag-Ausgleich übernehmen.

  • Gesamt: 2,55% des Bruttolohns
  • Arbeitnehmeranteil: 1,775%
  • Arbeitgeberanteil: : 0,775%

Rentner

Seit dem 1. April 2004 tragen Rentner die gesamten Pflegeversicherungsbeiträge alleine. Der Beitragssatz liegt dabei ebenfalls bei 2,55 Prozent, den sie als Abzug von ihrer Rente an die Pflegekasse zahlen. Rentner ohne Kinder, die nach 1941 geboren sind (Stand 2017)  und das 23. Lebensjahr bereits vollendet haben, zahlen außerdem einen Beitragszuschlag von 0,25 Prozent. Der Beitragssatz beträgt somit für sie 2,8 Prozent.

Privat krankenversicherte Rentner müssen selbst einen gesonderten Versicherungsvertrag für Pflegeleistungen abschließen.

Gleitzone

Im Niedriglohnbereich von 450,01 bis 800 EUR Brutto wird ein ermäßigter Arbeitnehmeranteil nach einer gesetzlich bestimmten Formel berechnet. Da die Arbeitnehmerbeiträge abhängig vom Brutto gleitend ermäßigt werden, wird der Niedriglohnbereich auch Gleitzone genannt.

Der Arbeitgeberanteil bleibt in der Gleitzone unverändert.  Der Arbeitnehmerbeitragssatz steigt linear an, die Bemessungsgrundlage wird nach folgenden Formel berechnet:

  • Formel: F * 450 + ([850/(850-450)] – [450/(850-450)] * F) * (Arbeitsentgelt – 450)
  • F 2018:0,7547

Geminderte Bemessungsgrundlage für die Berechnung des Arbeitnehmeranteils 2018

Lohn monatlich Geminderte Bemessungsgrundlage
450,01 € 339,63 €
500 € 403,41 €
550 € 467,21 €
600 € 531,01 €
650 € 594,81 €
700 € 658,61 €
750 € 722,40 €
800 € 786,20 €
850 € 850 €

Praxisbeispiel: Pflegeversicherungsbeitrag in der Gleitzone

  • Monatliches Brutto-Lohn: 600 €
  • Bemessungsgrundlage: 531,01 €
  • Gesamtbeitrag Pflegeversicherung: (2.35% von 531,01 €): 12,47 €
  • Arbeitgeberanteil: (1,175% von 600 €): 7,05 €
  • Arbeitnehmeranteil: (12,47 € – 7,05 €): 5,42 €

 

Privat Versicherte

Sind sie privat krankenversichert, müssen sie bei ihrem Versicherer eine Pflegepflicht­versicherung abschließen. Der Leistungsumfang der privaten ist mit dem der gesetzlichen Versicherung identisch. Um eine Vollabsicherung zu erreichen, sollten sie eine  Pflegezusatzversicherung abschließen.

Der Arbeitgeberzuschuß zu der Pflegepflicht­versicherung bei einem privaten Anbieter entspricht dem Arbeitgeberanteil bei einer gesetzlichen Pflegeversicherung. Sie sollten ihren Anspruch auf einen Zuschuß des Arbeitgebers mit einer Versicherungsbescheinigung nachweisen.

Auszubildende

Der Arbeitgeber übernimmt die gesamten Sozialversicherungsbeiträge für Auszubildende, die weniger als 325 EUR im Monat verdienen.

Kurzarbeitergeld

Die Sozialversicherungsbeiträge aus dem Kurzarbeitergeld (fiktives Arbeitsentgelt) muß der Arbeitgeber alleine tragen (inkl. des Zusatzbeitrags in der gesetzlichen Krankenversicherung). Die Beiträge aus dem tatsächlich erzielten Bruttoentgelt (Istentgelt) werden je zur Hälfte vom Arbeitnehmer und Arbeitgeber getragen.

Die Beiträge zur Sozialversicherung für die Ausfallstunden werden auf der Grundlage des „fiktiven Arbeitsentgelts“ berechnet. Das fiktive Arbeitsentgelt (also 80 % des Ausfallentgelts) wird mit dem entsprechenden Beitragssatz für Kranken-, Pflege- und Rentenversicherung multipliziert.

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