Mit Schülerjobs Taschengeld aufbessern | Ferienjobs für Schüler

Inhalt auf einen Blick: Schülerjobs: Ferienjobs für Schüler

 

Schülerjobs und Ferienjobs für Schüler sind in Deutschland durch das Jugendarbeitsschutzgesetz geregelt. Danach dürfen Kinder bis 12 Jahren nicht arbeiten, ab 13 Jahren mit Genehmigung der Eltern, maximal zwei Stunden täglich, aber nicht während oder vor dem Unterricht. Ab 15 Jahren dürfen die Jugendlichen einen Ferienjob mit einer Dauer bis zu  vier Wochen im Kalenderjahr annehmen. Bei einer solchen kurzfristigen Beschäftigung fallen für den Arbeitgeber nur sehr  geringe Abgaben an. Die meisten Ferienjobs bleiben steuerfrei, da bis zu einem Verdienst 985,24 Euro im Monat keine Lohnsteuer gezahlt werden muss (Stand 2016).


Schülerjobs & Ferienjobs für Schüler – was ist das?

Schülerarbeit ist in Deutschland durch das Jugendarbeitsschutzgesetz geregelt. Wer in den Ferien das Taschengeld aufbessern möchte, muss sich an die Altersgrenzen halten. Ein Ferienjob für Schüler ist ein befristetes Arbeitsverhältnis, das ohne Kündigung endet, wenn die vereinbarte Zeit abgelaufen ist.

Warum sind Ferienjobs für Schüler sinnvoll?

Neben dem Aufbessern des Taschengeldes hat ein Ferienjob für Schüler auch einen Einfluss auf die Bildung der Persönlichkeit. Das Selbstbewusstsein des Kindes wird gestärkt, die Selbständigkeit positiv beeinflusst. Die Kinder sammeln wichtige Erfahrungen und erwerben Fachkenntnisse, die eventuell eine spätere Berufswahl erleichtern.

Wie alt muss man sein?

Tipp: Die 6 beliebtesten Schülerjobs für Schüler ab 13

  1. Babysitter
  2. Katzen- und Hundesitter (Füttern und Spazieren gehen)
  3. Zeitung austragen
  4. Werbeprospekte verteilen
  5. Spieletester (Handy, PC, Spielkonsole)
  6. Nachbarschaftshilfe (Rasen mähen, Einkaufen)

Kinder bis 12 Jahre

Kinder bis 12 Jahre dürfen nach dem Jugendarbeitsschutzgesetz gar nicht arbeiten.

Was für Schülerjobs kann man mit 13 und 14 machen?

Kinder ab 13 Jahren dürfen nur

  • mit Genehmigung der Eltern und
  • maximal zwei Stunden am Tag (in landwirtschaftlichen Familienbetrieben nicht mehr als drei Stunden),
  • bei höchstens fünf Tagen der Woche
  • im Zeitraum zwischen 8 bis 18 Uhr
  • nicht vor oder während des Schulunterrichts

arbeiten.

Was für Ferienjobs kann man mit 15 bis 17 Jahren machen?

Schulpflichtige Jugendlichen dürfen während des Schuljahres unter den gleichen Bedingungen, wie die 13-14 jährigen arbeiten. Zusätzlich dazu dürfen Jugendliche über 15 Jahre während der Schulferien unter diesen Bedingungen einen Ferienjob annehmen:

Tipp: Die beliebtesten Schülerjobs für Schüler ab 16

  1. Online Umfragen beantworten
  2. T-Shirts, Taschen gestalten und im Internet verkaufen (Zazzle)
  3. Nachhilfe
  4. Event- und Stadioncatering - Verkäufer, Aushilfe beim Grillen, Kellnern
  5. Supermarkt - Regalauffüller
  6. Tankstelle Verkäufer
  7. Kellner
  8. Aushilfe in Kleinbetrieben wie Bäckerei, Buchhandlung, etc.
  9. Mc Donalds / Burger King
  10. Büroaushilfe beim Steuerberater, Anwalt

  • Die Dauer des Ferienjobs beträgt höchstens vier Wochen im Kalenderjahr / also 20 Ferienjob-Tage.
  • In der Woche darf höchstens 40 Stunden gearbeitet werden.
  • Täglich nicht länger als acht Stunden arbeiten. Die Pausen werden nicht als Arbeitszeit mitgerechnet.
  • Es darf grundsätzlich nur zwischen 6:00 – 20:00 gearbeitet werden.
  • Bei einer täglichen Arbeitszeit von 4,5 – 6 Stunden muss 30 Minuten Pause eingelegt werden. Bei mehr als 6 Stunden muss einer Stunde pausiert werden. Länger als viereinhalb Stunden hintereinander dürfen Jugendliche nicht ohne Ruhepause beschäftigt werden.
  • Samstags sowie an Sonn- und Feiertagen darf nicht gearbeitet werden. Für Krankenhäuser, Gaststätten und in der Landwirtschaft besteht allerdings eine Ausnahmeregelung.

handTipp: So gelingt die Bewerbung…

Um sich auf einen Ferienjob zu bewerben, reicht ein kurzes Bewerbungsschreiben ohne Lebenslauf und Zeugnisse aus.

Benutze als Vorlage: Muster für das Bewerbungsschreiben ->.


Diese Unterlagen braucht der Arbeitgeber

Zur Durchführung des Lohnsteuerabzugs benötigt der Arbeitgeber die individuellen Lohnsteuerabzugsmerkmale des Jugendlichen (ELStAM), wie Steuerklasse, Steuerfreibetrag, Religion).

Außerdem muss der Ferienjobber eine Schulbesuchsbescheinigung abgeben, um die Schüller-Eigenschaft nachzuweisen.

Geht das Entgelt für den Ferienjob (und eventuelle andere Einkünfte) über den Grundfreibetrag von 8.472 Euro hinaus, ist eine Steuer-Identifikationsnummer zwingend erforderlich, denn es müssen Steuern abgeführt werden.

Wie viel verdient man?

Für Schüler unter 18 Jahren gilt das gesetzliche Mindestlohngesetz nicht. Schüller, die unter 450 Euro monatlich verdienen, müssen als geringfügig Beschäftigte bei der Minijob Zentrale gemeldet werden.

Die Schüler haben im Krankheitsfall das Recht auf eine Entgeltfortzahlung. Sind Sie länger als ein Monat beschäftigt, steht ihnen auch ein anteiliger Urlaub (nach dem Zwölftelungsprinzip) zu.

Wie werden Schülerjobs abgerechnet?

Ferienjobs als kurzfristige Beschäftigung

Arbeiten Sie nicht länger als drei Monate beziehungsweise 70 Tage im Jahr, fallen keine Sozialversicherungsbeiträge an. Der Schüler ist zwar nicht krankenversichert, bleibt aber weiterhin bei den Eltern familienversichert.

Kurzfristig Beschäftigte dürfen im Gegensatz zum Minijobern unbegrenzt verdienen. Wichtig ist die Dauer der Beschäftigung seit Jahresbeginn.

Diese Abgaben zahlt ihr Arbeitgeber:

  • keine Krankenversicherung
  • keine Rentenversicherung
  • Bis 450 EUR fällt für die Steuerklassen I, II, III, IV keine Lohnsteuer an. (Bei Pauschalierung: 25% Pauschalsteuer)
  • 1% – U1 / Lohnfortzahlung wg. Krankheit
  • 0,3% – U2 / Mutterschutzaufwendungen
  • 0,12% – Insolvenzgeldumlage
  • Unfallversicherung (Durchschnittlich 1,3% – individueller Satz je nach Gewerbe und Gefahrenklasse)

Schülerjob als Minijob

Für Schüler, die unter 450 Euro im Monat verdienen, kommt auch ein Minijob in Frage. Der Arbeitgeber hat allerdings auch Beiträge zur Kranken und Rentenversicherung zu zahlen. Der Schüler muss ein Teil der Rentenversicherung übernehmen, kann sich aber von der Versicherungspflicht befreien lassen.

Diese Abgaben zahlt ihr Arbeitgeber im Betrieb:

  • 13% – Krankenversicherung
  • 15% – Rentenversicherung
  • 2% Pauschalsteuer (Lohnsteuer entfällt bei Abgabe der Lohnsteuerkarte / ELStAM)
  • 1% – U1 / Lohnfortzahlung wg. Krankheit
  • 0,3% – U2 / Mutterschutzaufwendungen
  • 0,12% – Insolvenzgeldumlage
  • 1,3% – Unfallversicherung (Durchschnittlich – individueller Satz je nach Gewerbe und Gefahrenklasse)

Berechnen Sie ihr Nettoverdienst und die Ausgaben des Arbeitgebers mit dem Minijob Rechner ->

 

Was ist bei Schülerjobs zu beachten?

Lohnsteuer – Wie werden Ferienjobs für Schüler versteuert?

Bis zu einem Verdienst 985,24 Euro im Monat muss keine Lohnsteuer gezahlt werden (Stand 2016). Die Schüller unterliegen dem Lohnsteuerabzug nach den allgemeinen Vorschriften. Um die gezahlte Lohnsteuer zurückzuerhalten, müssen die Ferienjobber nach Ablauf des Kalenderjahres beim Finanzamt eine Steuererklärung abgeben.

Die Einkünfte des Kindes wirken seit dem 1. Januar 2012 nicht mehr auf das Kindergeld aus.

Unfall- und Sozialversicherung

Die Ferienjobber, sowie unbezahlte Praktikanten sind unabhängig von der Dauer des Arbeitsverhältnisses oder der Höhe des Verdienstes über den Arbeitgeber unfallversichert. Bei einem Arbeitsunfall wird der Schaden über die gesetzliche Unfallversicherung des Arbeitgebers abgewickelt. Übernommen werden bei einem Arbeits- oder Wegeunfall die Heilbehandlung, die Rehabilitation sowie Lohnersatzleistungen.

Sozialversicherungsabgaben entfallen bei einer geringfügigen kurzfristigen Beschäftigung, d.h. wenn nicht länger als drei Monate beziehungsweise 70 Tage im Jahr gearbeitet wird oder der Verdienst unter der Minijob-Grenze von 450 Euro bleibt.