Samstag, 21. Januar 2017

Pflegeversicherung Beitragssatz | Pflegeversicherung Beitrag 2017

Der Pflegeversicherung Beitrag 2017 für die gesetzliche Pflegeversicherung (Pflegeversicherung Beitragssatz) steigt um 0,2 Prozent auf 2,55 Prozent des Bruttoeinkommens. Kinderlose ab dem 24. Lebensjahr bezahlen einen Zuschlag von 0,25%. Davon tragen der Arbeitgeber und Arbeitnehmer jeweils die Hälfte. Rentner tragen die gesamten Pflegeversicherungsbeiträge alleine.

Die Erstattung der Kosten der gesetzlichen  Pflegeversicherung  hängt von der  Art der Leistung ab. Bei einer häuslichen Pflege durch Laien wird Pflegegeld ausgezahlt, ein ambulanter Pflegedienst wird dagegen durch Sachleistungen finanziert. Pflegende Angehörige haben während der Pflegezeit einen Anspruch auf Freistellung vom Beruf.


Auf einen Blick:


Gesetzliche Pflegeversicherung

Die gesetzliGesetzliche Pflegeversicherung Beitrag, Beiträgeche Pflegeversicherung sichert das Risiko der Pflegebedürftigkeit ab. Im Ernstfall wird nach der „Stufe der Pflegebedürftigkeit“ gezahlt. Die gesetzliche Pflegeversicherung ist aber keine Vollversicherung. Eine vollständige Absicherung können Sie nur auf privater Basis mit einer Pflege-Zusatzversicherung erreichen.

Die Erstattung der Kosten ist abhängig von der Art der Leistung: Ambulante Pflegedienste werden mit Sachleistungen finanziert, Laien die ihre Angehörigen zu Hause pflegen, erhalten Pflegegeld.

Pflegezeit

Für die Betreuung eines pflegebedürftigen Angehörigen haben Sie als Arbeitnehmer Anspruch darauf:

  • kurzfristig bis zu 10 Arbeitstage frei zu nehmen (mit Anspruch auf Entgeltfortzahlung oder Pflegegeld).
  • ganz oder teilweise für bis zu 6 Monate von der Arbeit freigestellt zu werden, falls der Betrieb mehr als 25 Arbeitnehmer beschäftigt (ohne Anspruch auf Entgeltfortzahlung).

Versicherungspflicht: Wer ist pflichtversichert?

Grundsatz: „Pflegeversicherung folgt Krankenversicherung“ – Versicherungspflichtig in der gesetzlichen Pflegeversicherung sind die Personen, die auch in der gesetzlichen, sowie privaten Krankenversicherung versicherungspflichtig sind und die Arbeitnehmer, die freiwillig in der gesetzlichen Krankenkasse versichert sind.

Top Thema: Krankenversicherungspflicht | Pflichtversicherung Krankenkasse ->

Pflegeversicherung Beitragssatz

Der aktuelle Pflegeversicherung Beitrag beträgt 2,35% des Bruttolohns (Stand 2016). Davon zahlen die Arbeitgeber und Arbeitnehmer jeweils die Hälfte ein. Wegen dem nur in Sachsen arbeitsfreien Buß- und Bettag gilt eine Ausnahmeregelung, nach der die Arbeitnehmer einen höheren Anteil als Arbeitgeber zahlen. Seit dem 1. Januar 2005 ist für kinderlose Versicherte ab dem 24. Lebensjahr ein Beitragszuschlag von 0,25% für die Pflegeversicherung fällig. Der Arbeitgeber ist an diesem Beitrag nicht beteiligt.

Die Berechnungsgrundlage bildet das Bruttoarbeitsentgelt bis maximal zur Beitragsbemessungsgrenze von 4.237,50 Euro monatlich (Stand 2016). Das Einkommen über der Bemessungsgrenze bleibt beitragsfrei. Der maximale Beitrag zur Pflegeversicherung für einen Arbeitnehmer beträgt 99,58 Euro monatlich, von denen er 49,79 Euro selbst zahlt. Freiwillig Versicherte Angestellten tragen den gesamten Beitrag alleine.

Auch die Rentner mussten eine Beitragsanpassung in Kauf nehmen: Die bisherige 50 prozentige Beteiligung der Rentenversicherung an der Beitragszahlung wurde abgeschafft. Seit dem 1. April 2004 zahlen Rentner ihren kompletten Beitrag zur Pflegeversicherung alleine.

 

 

Pflegeversicherung Beitrag 2017

Arbeitnehmer (Außer Sachsen)

  • Pflegeversicherung Beiträge: 2,35%
  • Arbeitnehmeranteil: 1,175% (Maximalbetrag: 49,79 Euro)
  • Arbeitgeberanteil: 1,175%  (Maximalbetrag: 49,79 Euro)

Zuschlag für Kinderlose

  • Arbeitnehmeranteil: 0,25 %  (Maximalbetrag: 10,59 Euro)

Arbeitnehmer (In Sachsen)

  • Pflegeversicherung Beiträge: 2,35%
  • Arbeitnehmeranteil: 1,675% (Maximalbetrag: 70,97 Euro)
  • Arbeitgeberanteil: 0,675% (Maximalbetrag: 28.60 Euro)

Freiwillig Versicherte

  • Pflegeversicherung Beiträge: 2,35%
  • Arbeitnehmeranteil: 2,35% (Maximalbetrag: 99,58 Euro)
  • Arbeitgeberanteil: kein

Rentner

  • Pflegeversicherung Beiträge: 2,35%
  • Rentner: 2,35% (Maximalbetrag: 99,58 Euro)

 


Gesetzliche Pflegeversicherung Beitrag BeiträgePflegezusatzversicherung

Die gesetzliche Pflegeversicherung ist keine Vollversicherung. Um eine vollständige Absicherung zu erzielen, ist der Abschluss einer privaten Pflegezusatzversicherung notwendig.
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Beitragsbemessungsgrenze in der Pflegeversicherung

Das Bruttogehalt nur bis zu der Beitragsbemessungsgrenze für die Krankenversicherung und Pflegeversicherung -> herangezogen.

Tipp: Staatliche Zuschüße für eine Zusatzversicherung

Wer in eine private Pflegevorsorge investiert und eine Pflege-Tagegeldversicherung abschließt, kassiert monatlich 5 EUR vom Staat. Die privaten Pflegeversicherer sind verpflichtet alle unabhängig von einer Vorerkrankung zu versichern.

Beitragsbemessungsgrenze in der Pflegeversicherung und Krankenversicherung (Monat/Jahr)

  • 2009 : 3.675 EUR / 44.100 EUR
  • 2010: 3.750 EUR / 45.000 EUR
  • 2011: 3.712,50 EUR / 44.550 EUR
  • 2012: 3.825 EUR / 45.900 EUR
  • 2013: 3.937,50 EUR / 47.250 EUR
  • 2014: 4.050 EUR / 48.600 EUR
  • 2015: 4.125 EUR / 49.500 EUR
  • 2016: 4.237,50 EUR / 50.850 EUR
  • 2017: 4.350 EUR / 52.200 EUR

Berechnung Pflegeversicherungsbeitrag

Rechner

Berechnen Sie die Pflegeversicherungsbeiträge mit dem: Sozialabgaben Rechner – Sozialabgaben für Arbeitgeber, Arbeitnehmer ->

Arbeitnehmer (außer Sachsen)

Arbeitnehnehmeranteil:
  • 1,275% x Bruttogehalt – maximal bis zur aktuellen Beitragsbemessungsgrenze
  • plus 0,25 % x Bruttogehalt für Kinderlose ab dem 24. Lj.  – maximal bis zur aktuellen Beitragsbemessungsgrenze
Arbeitgeberanteil:
  • 1,275% x Bruttogehalt  – maximal bis zur aktuellen Beitragsbemessungsgrenze

Praxisbeispiel: Berechnung Pflegeversicherung Beitrag

Ihre Sekretärin Frau Müller erhält 2.900 EUR Brutto, keine Kinder, Alter: 28 Jahre, Bundesland Hessen. Wie berechnen Sie den Arbeitgeber- und Arbeitnehmeranteil der Pflegeversicherung?

Arbeitnehmeranteil:

  • 1,275% x 2.900 EUR = 36,97 EUR
  • 0,25% x 2.900 EUR = 7,25 EUR

Arbeitgeberanteil:

  • 1,275% x 2.900 EUR =    36,97 EUR

Lösung: Da Frau Müller kinderlos und älter als 23 Jahre ist, müssen Sie den Zuschlag für Kinderlose mitberechnen.

 

 

Zuschlag für Kinderlose

Seit dem 1. Januar 2005 müssen Beschäftigte ab dem 24. Lebensjahr ohne eigene Kinder, Stief- oder Pflegekinder einen Zuschlag von 0,25% bezahlen. Kinderlose zahlen daher 2,6 Prozent ihres Bruttogehalts.

Der Kinderlosenzuschlag ist ebenfalls in der Gleitzone zu berücksichtigen. Der Zuschlag bezieht sich nicht auf ältere Arbeitnehmer, die vor dem 1.1.1940 geboren sind. Erst mit dem Nachweis der Elterneigenschaft muß der Beitrag nicht erhoben werden. Als Nachweis der Elterneigenschaft ist der geänderte Eintrag in der Lohnsteuerkarte ausreichend.

Sachsen: Ausgleich für „Buss- und Bettag“

Der Beitrag zur Pflegeversicherung soll grundsätzlich zur Hälfte von dem Arbeitgeber und Arbeitnehmer getragen werden. Zum 1.Juli 1996 wurde zum Ausgleich der Arbeitgeberbelastungen vereinbart, daß ein gesetzlicher Feiertag abgeschafft wird. Bis auf Sachsen haben sich alle Länder auf die Abschaffung von „Buß- und Bettag“ als bezahlter Feiertag geeinigt. In Sachsen müssen nun die Arbeitnehmer die Kosten für den fehlenden Feiertag-Ausgleich übernehmen.

  • Gesamt: 2,55% des Bruttolohns
  • Arbeitnehmeranteil: 1,775%
  • Arbeitgeberanteil: : 0,775%

Gesetzliche Pflegeversicherung Beitrag Beiträge
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Rentner

Seit dem 1. April 2004 tragen Rentner die gesamten Pflegeversicherungsbeiträge alleine. Der Beitragssatz liegt dabei ebenfalls bei 2,55 Prozent, den sie als Abzug von ihrer Rente an die Pflegekasse zahlen. Rentner ohne Kinder, die nach 1941 geboren sind (Stand 2017)  und das 23. Lebensjahr bereits vollendet haben, zahlen außerdem einen Beitragszuschlag von 0,25 Prozent. Der Beitragssatz beträgt somit für sie 2,8 Prozent.

Privat krankenversicherte Rentner müssen selbst einen gesonderten Versicherungsvertrag für Pflegeleistungen abschließen.

Gleitzone

Im Niedriglohnbereich von 450,01 bis 800 EUR Brutto wird ein ermäßigter Arbeitnehmeranteil nach einer gesetzlich bestimmten Formel berechnet. Da die Arbeitnehmerbeiträge abhängig vom Brutto gleitend ermäßigt werden, wird der Niedriglohnbereich auch Gleitzone genannt.

Der Arbeitgeberanteil bleibt in der Gleitzone unverändert.  Der Arbeitnehmerbeitragssatz steigt linear an, die Bemessungsgrundlage wird nach folgenden Formel berechnet:

  • Formel: F * 450 + ([850/(850-450)] – [450/(850-450)] * F) * (Arbeitsentgelt – 450)
  • F 2017: 0,7509

Geminderte Bemessungsgrundlage für die Berechnung des Arbeitnehmeranteils 2016

Lohn monatlich Geminderte Bemessungsgrundlage
450,01 € 339,63 €
500 € 403,41 €
550 € 467,21 €
600 € 531,01 €
650 € 594,81 €
700 € 658,61 €
750 € 722,40 €
800 € 786,20 €
850 € 850 €

Praxisbeispiel: Pflegeversicherungsbeitrag in der Gleitzone

  • Monatliches Brutto-Lohn: 600 €
  • Bemessungsgrundlage: 531,01 €
  • Gesamtbeitrag Pflegeversicherung: (2.35% von 531,01 €): 12,47 €
  • Arbeitgeberanteil: (1,175% von 600 €): 7,05 €
  • Arbeitnehmeranteil: (12,47 € – 7,05 €): 5,42 €

 

Privat Versicherte

Sind sie privat krankenversichert, müssen sie bei ihrem Versicherer eine Pflegepflicht­versicherung abschließen. Der Leistungsumfang der privaten ist mit dem der gesetzlichen Versicherung identisch. Um eine Vollabsicherung zu erreichen, sollten sie eine  Pflegezusatzversicherung abschließen.

Der Arbeitgeberzuschuß zu der Pflegepflicht­versicherung bei einem privaten Anbieter entspricht dem Arbeitgeberanteil bei einer gesetzlichen Pflegeversicherung. Sie sollten ihren Anspruch auf einen Zuschuß des Arbeitgebers mit einer Versicherungsbescheinigung nachweisen.

Auszubildende

Der Arbeitgeber übernimmt die gesamten Sozialversicherungsbeiträge für Auszubildende, die weniger als 325 EUR im Monat verdienen.

Kurzarbeitergeld

Die Sozialversicherungsbeiträge aus dem Kurzarbeitergeld (fiktives Arbeitsentgelt) muß der Arbeitgeber alleine tragen (inkl. des Zusatzbeitrags in der gesetzlichen Krankenversicherung). Die Beiträge aus dem tatsächlich erzielten Bruttoentgelt (Istentgelt) werden je zur Hälfte vom Arbeitnehmer und Arbeitgeber getragen.

Die Beiträge zur Sozialversicherung für die Ausfallstunden werden auf der Grundlage des „fiktiven Arbeitsentgelts“ berechnet. Das fiktive Arbeitsentgelt (also 80 % des Ausfallentgelts) wird mit dem entsprechenden Beitragssatz für Kranken-, Pflege- und Rentenversicherung multipliziert.

Sehen Sie mehr unter: Kurzarbeit Sozialversicherung Beiträge berechnen. Seit dem 1.Februar 2009 bis zum 31.Dezember 2010 werden diese SV-Beiträge zur Hälfte / bzw. voll von der Agentur für Arbeit erstattet. Siehe in Pauschale Erstattung der SV Beiträge.

Weitere Themen:

 

Gesetzliche Pflegeversicherung Beitrag 2017 – Pflegezusatzversicherung –  Praxis-Beispiel: Berechnung gesetzliche Pflegeversicherung Beitrag – Zuschlag für Kinderlose – Versicherungspflicht – Ausnahme Sachsen – Rentner – Gleitzone – Auszubildende – Kurzarbeit – Privat Versicherte – freiwillig Versicherte – Sozialversicherung – gesetzliche Pflegeversicherung Beitrag

 

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