Sozialversicherungsbeiträge 2015 | Beitragssätze




Sozialversicherung 2015: Beitragssätze, Grenzwerte

Die positive Entwicklung der Löhne veranlasste die Bundesregierung neue Beitragssätze und Grenzwerte für die Sozialversicherung für das Jahr 2015 zu beschliessen. Die Beitragsbemessungsgrenze für Kranken- und Pflegeversicherung wurde ebenfalls um 900 EUR auf 49.500 EUR angehoben.

Der Krankenversicherungsbeitrag sinkt in 2015 von 15,5% auf 14,6%. Dazu kommt für den Arbeinehmer ein einkommensabhängiger Zuschlag je nach dem Ermesssen der Krankenkassen. Im Schnitt wird der durchschnittliche Beitragssatz bei 0,9% liegen (Bundesanzeiger am 22.10.2014). Die Arbeitgeber bezahlen 7, 3 Prozent (Arbeitgeberanteil), der Arbeitnehmer ünbernimmt 7,3 plus den Zusatzbeitrag. Der ermäßigter Beitragssatz liegt bei 14%, Arbeitgeberanteil bei 7%, Arbeitnehmeranteil bei 7% plus Zuschlag. Der Zuschlag für Zahnersatz von 0,9% entfällt zum 1.1.15.

Sozialversicherungsbeiträge 2015

Sozialversicherung Beitragssatz
Gesamt
Arbeitnehmer-
Beitrag
Arbeitgeber-
Beitrag
Krankenversicherung Allgemein: 14,6% + Z (Zusatzbeitrag)
Ermäßigt: 14,0% + Z (Zusatzbeitrag)
Allgemein: 7,30% + Z*
Ermäßigt: 7,00% + Z*
Allgemein: 7,30%
Ermäßigt: 7,00%
Pflegeversicherung
Kinderlose ab 24.Lj.
Sachsen (Ausnahme)
2,35%
2,60%
2,35%
1,175%
1,425%
1,675%

1,175%
1,175%
0,675%
Rentenversicherung

knappschaftliche
Rentenversicherung
18,7%

24,80%
9,35%

15,45%
9,35 %

9,35%
Arbeitslosenversich. 3% 1,5% 1,5%


Die Beiträge zur Pflegeversicherung steigen zum 1.1.15 um 0,3% von 2,05% auf 2,35%. Kinderlose Versicherte bis zum 24 Lebensjahr, zahlen einen Beitragszuschlag von 0,25% für die Pflegeversicherung. Der Arbeitgeberanteil beträgt dann 1,175 %, Arbeitnehmeranteil 1,175 % plus 0,25% für Kinderlose. Für Sachsen gilt eine Ausnahmeregelung.

Die Beitragsbemessungsgrenze für die Rentenversicherung und Arbeitslosenversicherung West stieg auf 72.600 EUR, in den neuen Bundesländern auf 62.400 EUR. Die Beiträge zur Rentenversicherung bleiben unverändert bei 18,9 Prozent. Die Grenze für die Versicherungspflicht stieg um 900 EUR auf 54.900 EUR jährlich. Somit dürfen die Arbeitnehmer in 2015 ab einem brutto von 4.575 EUR monatlich in die private Krankenversicherung wechseln.

Pflegeversicherung: Ausnahmeregelung Sachsen

Zum 1.Juli 1996 wurde zum Ausgleich der Arbeitgeberbelastungen der "Buß- und Bettag" abgeschafft. Da in Sachsen weiterhin am "Buß- und Bettag" nicht gearbeitet wird, werden die Kosten für diesen Feiertag auf die Arbeitnehmer weitergegeben. Von dem Gesamtbeitrag zur Pflegeversicherung von 2,35%übernimmt der Arbeitgeber 0,675%, der Arbeitnehmer trägt aktuell 1,675%.

Onlinerechner



Nutzen Sie den Sozialversicherung Rechner zur Berechnung der Sozialversicherungsbeiträge...

2014, 2013

Sozialversicherung Beitragssatz
Gesamt
Arbeitnehmer-
Beitrag
Arbeitgeber-
Beitrag
Krankenversicherung Allgemein: 15,5%
Ermäßigt: 14,9%
Allgemein: 8,2% *
Ermäßigt: 7,9%*
Allgemein: 7,3%
Ermäßigt: 7%
Pflegeversicherung
Kinderlose ab 24.Lj.
Sachsen (Ausnahme)
2,05%
2,3%
2,05%
1,025%
1,275%
1,525%
1,025%
1,025%
0,525%
Rentenversicherung

knappschaftliche
Rentenversicherung
18,9%

25,1%
(voraussichtlich)
9,45 %

9,45 %
9,45%

15,65 %
Arbeitslosenversich. 3% 1,5% 1,5%


* Inklusive 0,9% Arbeitnehmerzuschlag für Zahnersatz

Aktuelle Beitragsbemessungsgrenzen

In 2015 werden die Arbeitnehmer im Gegensatz zu Vorjahr mehr belastet. Die steigenden Löhne in den Vorjahren verursachten die Erhöhung der Bemessungsgrenze für die Krankenversicherung und Pflegeversicherung um 900 EUR im Jahr. Die Beitragsbemessungsgrenze für die Rentenversicherung wurde um 1.200 EUR jährlich angehoben. Die Beitragsbemessungsgrenze stellt einen Wert dar, bis zu dem das Bruttoeinkommen zur Bemessung der SV-Beiträge herangezogen wird. Ab dieser Grenze fließt nur noch die Beitragsbemessungsgrenze statt dem Brutto Gehalt in die Berechnung der Sozialversicherung.

Beitragsbemessungs-
grenze / brutto monatlich
Kranken- und
Pflegeversicherung
Renten- und
Arbeitslosenversicherung
knappschaftliche
Rentenversicherung
2012 west
ost
3.825 EUR
3.825 EUR
5.600 EUR
4.800 EUR
 
2013 west
ost
3.937,50 EUR
3.937,50 EUR
5.800 EUR
4.900 EUR
7.100 EUR
6.050 EUR
2014 west
ost
4.050 EUR
4.050 EUR
5.950 EUR
5.000 EUR
7.300 EUR
6.150 EUR
2015 west
ost
4.125 EUR
4.125 EUR
6.050 EUR
5.200 EUR
7.450 EUR
6.350 EUR


Praxis-Beispiel: Berechnung Beitragsbemessungsgrenze in der Krankenversicherung

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Geringfügige Beschäftigung (Minijob, 450 Euro Job)

Putzfrau

Die Verdienstgrenze für Minijobber bleibt auch in 2015 bei 450 EUR unverändert.

Lesen Sie mehr dazu in:
Geringfügige Beschäftigung...
Abgaben Minijob Arbeitgeber, Netto Minijob Arbeitnehmer

Gleitzone, Übergangsregelung

Arbeitnehmer in der Gleitzone, die zwischen 450,01 und 850 EUR (bis 2012: 400,01 - 850 EUR) Bruttogehalt erhalten, bezahlen ermäßigte Beiträge. Nach SGB §344 werden diese Beitragssätze linearangehoben, so daß man von 4% bei Geringverdienern bis zu 20% bei Brutto von 800 EUR an die Sozialversicherung abgeben muß.

Übergangszeit bis zum 31.12.2014: Für die Beschäftigten, die vor dem 1.1.2013 zwischen 800,01 EUR und 850 EUR verdient haben, wird das bisherige Abrechnungsverfahren angewendet. Diese Arbeitnehmer haben jedoch ein Recht darauf sich bis zum 31.12.2014 für die neue Gleitzonenregelung zu entscheiden.

Verdienstgrenzen 2012 2013, 2014, 2015
Mini Job
(Geringfügig Beschäftigte)
400 EUR 450 EUR
(Übergangsregelung für
Arbeitnehmer, die
vor 2013 400,01 - 450 EUR
verdienten)
Midi Job
(Gleitzone)
401 - 800 EUR 450,01 - 850 EUR
(Übergangsregelung für
Arbeitnehmer, die
vor 2013 800,01 - 850 EUR
verdienten)


Nutzen Sie den Sozialversicherung Rechner zur Berechnung der Sozialversicherungsbeiträge in der Gleitzone...

Jahresarbeitsentgeltgrenze (JAEG)

Die Jahresarbeitsentgeltgrenze ist für die Bestimmung der Sozialversicherungspflicht von Bedeutung. Wird die JAEG überschritten, haben die Arbeitnehmer einen Wahlrecht zwischen der gesetzlichen und privaten Krankenversicherung. Arbeitnehmer mit einem Einkommen unterhalb der Grenze müssen Sich bei den gesetzlichen Krankenkassen versichern.

Die allgemeine Versicherungspflichtgrenze steigt in 2015 von 53.550 auf 54.900 EUR EUR im Jahr.

Versicherungspflichtgrenze West / Ost

Kranken-, Pflegeversicherung Monat Jahr
2012 4.237,50 EUR 50.850 EUR
2013 4.350,00 EUR 52.200 EUR
2014 4.462,50 EUR 53.550 EUR
2015 4.575 EUR 54.900 EUR


Nutzen Sie den Versicherungspflicht Rechner, um festzustellen, ob Sie in die Pflichtversicherung gehören...


Praxis-Beispiel: Berechnung der Jahrearbeitsentgeltgrenze






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Literatur & Software:



Praxisbeispiele aus der Lohnabrechnung

Lohnabrechnung Frau Müller

Lohnabrechnung & Sozialversicherung

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